Das South Sudan Business Forum (SSBF) ist eine gemeinsame Initiative der Regierung des Südsudan in der Landeshauptstadt Juba und von Vertretern des privaten Sektors, um den Dialog zwischen beiden Bereichen zu erleichtern und gemeinsame Strategien zur Förderung von Wirtschaft und Handel im beiderseitigen Interesse zu entwickeln und umzusetzen. Diese Plattform wurde am 29. Januar 2009 als Teil des „Private Sector Development Project“ gegründet. Der Staatspräsident ist Vorsitzender des Forums und hat damit die Bedeutung dieses Gremiums für die Entwicklung des Landes unterstrichen.

Das SSBF erleichtert den Dialog zwischen den Sektoren durch Arbeitsgruppen. Derzeit gibt es bereits drei aktive Arbeitsgruppen: Finanzdienstleistungen, Handel und Steuerverwaltung sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Dabei geht es nicht zuletzt um eine zunehmend privatwirtschaftlich orientierte Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen. In den Arbeitsgruppen beraten sich Vertreter der Privatwirtschaft mit denen relevanter öffentlicher Institutionen und sprechen Empfehlungen für künftige Vorgehensweisen aus. Das SSBF koordiniert die Umsetzung von Vereinbarungen und hält die Gesprächspartner auf dem Laufenden, bis entsprechende Maßnahmen gemäß den Beschlüssen getroffen werden.

Informationen über die Arbeit des SSBF erteilt:
Aliga A. Gabriel
SSBF-Programm-Koordinator
Tel: +249-955-204-631 / +256-477-150-498
Email: ssbusinessforum@gmail.com / aligagabriel@yahoo.com

Informationen zur Wirtschaft
Landzuteilung

Die „Land & Investment Promotion Acts“ machen klare Vorgaben, um Investoren den Zugang zu Land zu ermöglichen, während der Schutz der Bevölkerung gesichert wird.

Das Landgesetz sieht 3 Arten bei der Landvergabe vor:
1. Privater Boden – Personen ohne südsudanesische Staatsbürgerschaft: Pacht bis zu 99 Jahren.
2. Öffentlicher Boden
• Anleger können öffentlich-rechtliches Land durch die nationale oder bundesstaatliche Regierung unter folgenden Bedingungen erhalten:
- Investoren erhalten ein Investitions-Zertifikat beim „Ministry of Investment“ gegen angemessene finanzielle Auflagen und Umweltschutz-Garantien.
- Die Aktivität sollte wirtschaftlich und sozial zur Entwicklung der Gemeinde beitragen; die Gemeinde muss konsultiert und alle betroffenen Parteien müssen entschädigt werden.
• Leasing ist bis zu 30 Jahren für landwirtschaftliche Investitionen möglich, erneuerbar im gegenseitigen Einvernehmen.
• Leasing ist bis zu 60 Jahren für Investitionen in der Forstwirtschaft möglich, erneuerbar im gegenseitigen Einvernehmen.
• Leasing ist in den Bereichen Bergbau und Steinbruch bis an das Ende des Bergbau- oder Steinbruchbetriebs möglich.
3. Gemeindeboden -
Die dafür traditionell zuständige Gemeindebehörde kann Landerwerbsrechte für Wohn-, Agrar-, Forst- und Beweidungszwecke zuweisen, aber die Bodennutzung muss registriert und die Gemeinde unterrichtet werden, und bei einer Landzuteilung von mehr als 250 Feddans (rund 250 Hektar) ist das zuständige Landesamt einzubeziehen.

Entwicklung bei Haus- und Grundstückseigentum

Seit der Unabhängigkeit des Landes, dem einsetzenden Wirtschaftswachstum und der Verstädterung gibt es eine massive Nachfrage nach Investitionen im Bauwesen und hier besonders beim Erwerb von Eigentum:
• Gebäude (in allen Preisklassen – von Low-cost-Einheiten bis zu hochpreisigen Objekten)
• Regierungsgebäude und Verwaltungseinrichtungen
• Gewerbeimmobilien für Bürozwecke, für Einzelhandel und Industrie, wobei die Zahl von Unternehmens-Gründungen von 136 im Jahr 2005 auf 2136 im Jahr 2010 gestiegen ist.